Haushaltsrede_2011-12.pdf

Marion Paduas Rede zu den Haushaltsberatungen November 2010

 

Haushaltsrede_2010-11.pdf

Marion Paduas Rede zu den Haushaltsberatungen November 2010

 

Auswirkungen_Sparpaket_fuer_Nuernberg.pdf

Beschluss Vollversammlung 2011

 

Städtischer Haushalt 2012 wurde durchgewunken

LINKE LISTE Nürnberg stimmte dagegen

Der Haushalt 2012 ist sozial unausgewogen und beugt sich zu sehr der Orientierung „Festhalten an Großprojekten, koste es was es wolle“. Alle Mehrkosten werden auf die Bürger_nnen umverlegt. Trotz höherer Steuereinnahmen plant der Stadtrat eine Neuverschuldung von ca. 30 Mio. Euro. Wir unterstützen die hohen Investitionen im Bereich Schulen und Betreuung. Wir lehnen jedoch die Prioritätensetzung ab und deshalb hat die Stadtratsgruppe der LINKEN LISTE gegen den Gesamthaushalt gestimmt.

Rede von Marion Padua bei den Haushaltsberatungen für 2012

Haushaltsberatungen für 2012

Wir halten die Prioritätensetzung der letzten Jahre für falsch. Prestigeprojekte wie die Delfinlagune im Tiergarten, der geplante Ausbau des Frankenschnellwegs, die Option der Nordanbindung, der weitere Ausbau der U3 und mehr, werden auf Kosten des sozialen und kulturellen Lebens realisiert. Das Ergebnis der letzten Etatbeschlüsse sind bereits die ersten Schließungen, wie das Internationales Frauencafe, das Mütterzentrum oder der Jugendtreff Anna.

Für die Haushaltsberatungen 2012 fordern die eine Erhöhung der Gewerbesteuer, um die Einnahmeseite zu erhöhen. Soziale Projekte müssen erhalten bleiben, das Internationale Frauencafe muss in den Haushalt eingestellt werden.

Schulsanierungen und –neubauten sind selbst zu realisieren und nicht als PPP-Projekte, bei denen jahrzehntelang Schulden an Privatfirmen abgetragen werden müssen.

Für einen sozialen und demokratischen Haushalt in der Kommune!

Ausbau der sozialen Daseinsfürsorge!

Die chronische Unterfinanzierung der Kommunen liegt an den Steuererleichterungen für Unternehmer und Kapitalbesitzer und an der milliardenschweren Bankenrettung. Die Verursacher der Krise verzeichnen längst wieder Gewinne und die Kosten werden auf die Bürger_innen abgewälzt.

Diese Umverteilung muss gestoppt und Vermögende zur Kasse gezwungen werden. Forderungen sind u.a.: Anhebung des Spitzensteuersatzes; die Einführung einer Finanztransaktionssteuer; die Erhöhung der Erbschaftssteuer; die Wiedereinführung der privaten Vermögenssteuer. Die Bankenzocker sind gesetzlich in die Grenzen zu weisen.

Um weitere Verarmung zu stoppen und den Niedriglohnsektor einzuschränken benötigen wir dringend einen Mindestlohn von 10 Euro.

Die Kommune hatte in den letzten Jahren in vielen Bereichen pauschal gekürzt, es gibt kaum mehr Spielräume für Einsparungen. Obwohl die Pauschalkürzung für das Haushaltsjahr 2012 weg fällt, sinken die freiwilligen Sozialleistungen um fast eine Million. Die freiwilligen Sozialleistungen machen aber das soziale Leben in der Stadt und in den Stadtteilen aus. Ebenso muss die soziale Daseinsfürsorge (Mobilität, bezahlbare Bildung und Betreuung, Gebühren) ausgebaut werden.

Im sozialen Bereich gab es gibt es große Einschränkungen, wie z.B.:

Schließung der kostenlosen Kinderbetreuung im Südpunkt; Erhöhung der Gebühren für Bäder, Museen und Tiergarten; das Mütterzentrum wickelt gerade ab; das Internationales Frauencafe hat (vorübergehend) geschlossen; Jugendtreff Ana hatte in den Schulferien geschlossen. Viele Einrichtungen haben seit Jahren die tarifliche Gehaltserhöhung und wichtige Investitionen nicht umsetzen können.


Für den Ausbau des sozialen Lebens in der Kommune!

Die Stadtratsgruppe der Linken Liste setzt sich bei den diesjährigen Etatberatungen für den Erhalt und Ausbau des sozialen und kulturellen Lebens in der Kommune ein. Gerade in den Bereich Frauen, Kinder, Migrantinnen genießen wir ein hohes Ansehen für unser Engagement.


Im Haushalt muss die Einnahmenseite gestärkt werden. Deshalb fordern wir:

* Eine Erhöhung der Gewerbesteuer um 15 Hebesatzpunkte von 447 auf 462, wie es bereits Fürth und Erlangen beschlossen hat. Dies würde eine Mehreinnahme von ca. 15 Mio. € bringen.

* Keine Prestigeobjekte wie den Ausbau des Frankenschnellweges und der U 3 nach Gebersdorf und zum Nordwestring.

* Keine Finanzspritzen an die Messe und dem Flughafen.

Dies würde Millionen freisetzen, dafür fordern wir im Gegenzug:

* Keine Erhöhung der Grundsteuer. Diese wird auf die Mieter_innen umverlegt.

* Keine erneute Gebührenerhöhung (Eintrittspreise, Steuer- und Preissteigerungen).

* Keine weiteren Privatisierungen. Auch nicht in Form von PPP- oder CBL-Projekten.

Weiterhin fordern wir den Ausbau der sozialen Daseinsfürsorge und der freiwilligen sozialen Leistungen:

* Rücknahme der 30prozentigen Fahrpreiserhöhung

* Einführung eines Sozialtickets – Mobilität ist ein Grundrecht

* Mehr Gelder für den sozialen Wohnungsbau (1/3 mehr als im Entwurf vorgesehen)

* Bewilligung der beantragten Gelder für soziale Einrichtungen vor allem im Bereich der Frauen-, Kinder- und Migrantinnenarbeit. Schwerpunkt in unserer Arbeit ist die Wiedereröffnung des Internationalen Frauencafe.


In der dritten Stufe der Haushaltkonsolidierung sollen weitere 30 Millionen bis 2014 eingespart werden. Als Maßnahmen wurden bisher vorgeschlagen bzw. beschlossen: Fahrpreiserhöhung der VAG von 30 %; Erhöhung der Grundsteuer; Wegfall von zwei Referaten ab 2014.

Kämmerer Riedel schlägt den Bürger_innen eine „Vereinbarung“ vor, in der er die Zustimmung zur Erhöhung der Grundsteuer will. Sein Angebot im Gegenzug hohe Investitionen in Schulen und Betreuung zu garantieren ist bewusste Täuschung.

Diese „Vereinbarung“ lehnen wir ab!


Schluss mit der Mauschelpolitik – Für wirklich demokratische Bürgerbeteiligung!

Die Anträge (CSU, SPD, ÖDP) zu einem angeblichen Bürgerhaushalt verdienen den Titel nicht.

Die Linke Liste fordert eine wirklich demokratische Einbeziehung aller Bürger_innen und nicht nur zum Haushalt. Dazu werden wir einen eigenen Antrag erarbeiten. Eine emanzipatorische Bürgerbeteiligung muss von unten nach oben strukturiert werden, die über alles mit bestimmen kann, also ebenso über die Ausgaben. Gerade Großprojekte sollten dabei, wie bei einem Bürgerbescheid, zur Abstimmung gestellt werden.

Antrag 02. September 2011

Erhoehung_Gewerbesteuer_statt_Grundsteuer.pdf

Die geplante Erhöhung der Grundsteuer wird über die Betriebskosten direkt an die Mieter umgelegt werden. Eine Erhöhung der Gewerbesteuer wie in Erlangen und Fürth würde mehr Geld einbringen und wäre sozial verträglich.

Anfrage 05.September 2011

Finanzierung_des_Nuernberger_Flughafens.pdf

Die VAG braucht dringend Geld, bei Kinder- und Bildungsbereichen soll gespart werden, aber der Flughafen soll 20 Millionen Euro mehr bekommen. Das wirft Fragen auf.